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    Das Riff der Erinnerungen


    Eintauchen bis zum Grund
    Das Riff der Erinnerungen
    staunen, atemlos staunen
    Jeden Muskel spüren

    Das Riff der Erinnerungen
    es ist fern, so fern
    Jeden Muskel spüren
    sie zehren ohne Rücksicht

    es ist fern, so fern
    ab und zu verliert sich der Blick
    sie zehren ohne Rücksicht
    die Erinnerungen - verborgen.

    Ab und zu verliert sich der Blick
    Alles verschwommen, alles trüb
    Die Erinnerungen - verborgen
    auf dem Grund.

    Alles verschwommen, alles trüb
    manchmal auch unerwartet klar
    auf dem Grund
    Unerwartete Klarheit

    manchmal auch unerwartet klar
    Eintauchen bis zum Grund
    Unerwartete Klarheit
    staunen, atemlos staunen
    8.5.07 23:11


    Es gibt etwas was mich wirklich UNHEIMLICH nervt, und zwar wenn die erste Frage von jemandem an mich -nach dem Angucken meiner Fotos- lautet: Was für eine Kamera hast du?
    Oder am besten noch so Aussagen wie: Schon krass, was eine gute Kamera so ausmacht.

    AAAAAAAAAAAAH, da krieg ich echt Aggressionen.
    Ich will nicht behaupten, dass die Kamera keine Rolle für Fotos spielt.....aber: Frag ich nen Schriftsteller, dessen Buch mir gefällt, ALS ERSTES, mit welchem Stift er schreibt? Oder einen Künstler, wenn ich keine Ahnung vom Malen habe, welche Marke sein Pinsel hat?
    Es geht hier nicht um Talent oder Nicht-Talent, denn das meiste hat was mit Interesse, Lernen und den Willen etwas können zu wollen, zu tun. Aber solche Sätze finde ich einfach nur dumm und herablassend, vor allem wenn man sich noch wirklich keinen Funken mit etwas beschäftigt hat.
    Die Kamera, der Stift oder der Pinsel sind erst dann wichtig, wenn man sie richtig zu benutzen weiß.
    Wenn diese Exemplare von Menschen sich nur ein Fünkchen mit Fotografie beschäftigt hätten, einfach nur beschäftigt, dann wüssten sie, welche Fragen wichtiger wären.
    Was bringt es jemandem, zu wissen, welche Kamera ich habe, wenn dieser nichts mit den Begriffen Brennweite, Blende, Verschlusszeit, ISO anfangen kann.
    Heutzutage zählen nur noch Pixel und Marke.
    15.5.07 00:49


    Bloß Dekoration

    --------------------------------------------------------------------------------

    Eine Kapsel nach der anderen drückt sie aus dem Blister heraus.
    Durstig beugt sie sich zum Wasserhahn und spült alles mit dem Leitungswasser hinunter.
    Perlen in ihrer Speiseröhre.
    Beim Blick in den Spiegel muss sie lächeln. Wie gut sie doch in letzter Zeit aussieht.
    Hastig dreht sie den Schlüssel der Badezimmertür um und versteht selbst nicht,warum sie abgeschlossen hatte.
    Eine Stufe nach der anderen lässt sie barfuß hinter sich.
    Neue Fußmatten verhindern, dass sie ausrutscht. 240.
    Die Klingel läutet Frère Jacques. Wahrscheinlich der Briefträger, aber der ist ihr jetzt egal.
    Sie schiebt kurz die Gardine des Wohnzimmerfensters beiseite.
    Im Hof spielen und schreien die Kinder des Kindergartens.
    Erzieherinnen sitzen auf der Holzbank und werfen nur ab und zu ängstliche Blicke auf ihre Schützlinge.
    Öfter schnippen sie die Asche ihrer Zigaretten auf den Rindenmulch vor ihren Füßen.
    Sie schiebt die Gardine wieder akurat zurück.
    In der Obstschale liegen frische Äpfel, die wie bloße Dekoration wirken.
    Die Zeitschrift fällt ihr wieder ein, die sie sich heute morgen in der Bahnhofsbuchhandlung von ihrem letzten Taschengeld kaufte.
    Einen Blick will sie doch noch hineinwerfen.
    Wieder die Treppen hinunter.
    Wieder Frère Jacques.
    Nur noch selten klingelt jemand heutzutage, geht es ihr durch den Kopf.
    Sie sieht sich als Kind zur Sprechanlage rennen.
    "Kommst du runter?"
    Runter.
    Eine Treppe nach der anderen. 230.
    In ihrem Zimmer ist es ungewöhnlich aufgeräumt für ein Mädchen in ihrem Alter.
    Keine Klamotten auf dem Fußboden, keine Zettelwirtschaft, keine Essensreste.
    Nur in den Schubladen wimmelt es vor Geheimnissen.
    Schnell greift sie in ihren Eastpak-Rucksack nach der Mädchenzeitschrift.
    "So wirst du bikinifit" verspricht die Titelseite. Kurz blättert sie das dünne Heftchen durch, legt es dann auf den leeren Schreibtisch.
    Eigentlich müsste sie Hausaufgaben machen, die Musterschülerin.
    Binomische Formeln, Simple Past, Konjunktiv.
    Sie lässt die Jalousien herunter, zieht wahllos eine CD aus dem Regal und
    füttert den CD-Player.
    But one day the sun will shine on you, turn all your tears to laughter.
    Das Lieblingslied ihres Vaters.
    Nochmal die Treppen. Hinauf. Atmen.
    One day.
    Sie singt. So laut wie nie. So laut wie möglich.
    Die Äpfel. So grün. So saftig bestimmt.
    Sie sinkt. Vor ihnen auf den Boden.
    220 kcal kann sie nur noch flüstern.
    27.5.07 00:53


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